In der Finanzwelt ist derzeit verstärkt von der so genannten „inversen Zinsstruktur“ die Rede. Was auf den ersten Blick als Thema ausschließlich für Finanzexperten erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als geldwerte Information für Bauherren und Eigentümer. Eine inverse Zinsstruktur ist eine an den Kapitalmärkten relativ selten anzutreffende Konstellation, die sich durch den Umstand auszeichnet, dass langfristige Finanzierungen mit einem günstigeren Zinssatz verbunden sind als solche mit einer kurzen Laufzeit. Für (angehende) Eigenheimbesitzer ergibt sich dadurch die Möglichkeit, das noch immer günstige Zinsniveau für Jahrzehnte festzuschreiben und damit ein Höchstmaß an finanzieller Planungssicherheit zu gewinnen.
Stefan Gawarecki vom Allfinanzservice Dr. Klein betont, dass insbesondere auch Eigentümer, deren Finanzierung in den kommenden Jahren ausläuft, von der gegenwärtigen Situation profitieren können. Nach Einschätzung des Finanzexperten eignen sich Forward-Darlehen dazu besonders gut: Kreditnehmer vereinbaren dabei schon heute die Konditionen eines in der Zukunft auszuzahlenden Kredites – mit einer Vorlaufzeit von bis zu drei Jahren.
Um auch für den Fall künftig sinkender Zinsen optimal gerüstet zu sein empfehlen Fachleute, nicht nur eine lange Zinsbindung zu vereinbaren, sondern darüber hinaus die Möglichkeit kostenloser Sondertilgungen im Darlehensvertrag zu fixieren. Sollte das Zinsniveau noch weiter sinken, kann dann ein bestehendes Darlehen durch einen noch günstigeren Kredit abgelöst werden, wodurch sich weitere finanzielle Vorteile für Eigenheimbesitzer ergeben.
In jedem Fall empfiehlt es sich, bald zu handeln: Die für Kreditnehmer außerordentlich günstige inverse Zinskurve dauert erfahrungsgemäß nur wenige Wochen bis Monate an. Interessenten sind demnach gut beraten, das Gespräch mit ihrer Bank oder einem anderen Fachmann zu suchen.
