Bauherren sind schlauer als früher – aber noch nicht schlau genug

Die ING-Diba, eine der führenden Direktbanken auf dem deutschen Markt für Baufinanzierung und Vertriebspartner der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau, teilt auf ihrer Internetseite mit, dass sich das Verhalten deutscher Bankkunden bei der Baufinanzierung in den vergangenen sechs Jahren verbessert hat und dass ein größerer Anteil der Verbraucher sich bei der Suche nach einer Anschlussfinanzierung clever verhält. Das Geldhaus beruft sich dabei auf mehrere repräsentative Studien der Managementberatung Investors Marketing sowie des an der FH München lehrenden Professors Klaus Fleischer.

Während vor sechs Jahren mehr als die Hälfte der Eigenheimbesitzer nach dem erstmaligen Auslauf ihrer Finanzierung ohne weitere Marktrecherche das Angebot der Hausbank annahmen, holen heute zwei Drittel der „Häuslebauer“ Angebote der Konkurrenz ein. Das Bestreben nach günstigen Konditionen auch für die Anschlussfinanzierung lohnt sich dabei für die Verbraucher: Mehr als die Hälfte derjenigen, die für die neue Hypothekenfinanzierung zu einem anderen Kreditinstitut gewechselt sind, gaben in einer repräsentativen Umfrage an, mehr als einen halben Prozentpunkt beim Zinssatz gegenüber dem Angebot der Hausbank sparen zu können. Ein Drittel der Befragten gab an, zwischen 0,3 und 0,5 Prozent zu sparen. Angesichts zum Teil jahrzehntelanger Laufzeiten ergeben sich durch die reduzierten Zinsen Vorteile in vier- bis fünfstelliger Höhe.

Der Aufwand indes gestaltet sich moderat: 86 Prozent der befragten Teilnehmer schätzen den Arbeitsaufwand, der mit dem Wechsel von der Hausbank zu einem anderen Geldhaus verbunden war, als „gering“ ein.

Fazit: Vergleichen lohnt sich oft – bei der Baufinanzierung rentiert es sich fast immer.

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