Forward-Darlehen mit steigendem Erfolg

Das Forward-Darlehen gewann in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung. Mittels eines solchen Darlehens kann man sich den aktuellen Zins für die Zukunft sichern. Wie die Hypoport AG auswertete, ist heutzutage der Anteil der Forward-Darlehen bei 15 bis 20 Prozent des gesamten Immobilienfinanzierungs-Volumens, wohingegen es vor zwei Jahren noch rund zehn Prozent weniger waren.

Bei einer auf zehn Jahre angelegten Zinsbindung mit festen Raten wird das Ende dieser Zinsbindung sehr stark von den Kunden erwartet, sofern die Zinsen in diesem Zeitpunkt günstig liegen. Durch ein derartiges Forward Darlehen kann bereits lange vor Ablauf der Zinsbindung der Zinssatz für folgende Jahre gesichert werden. Das Recht, die Kreditbedingungen zu bekommen, die man am heutigen Tage bei Neuabschluss erlangen würde, kann sich der Baukreditkunde bei der Baugeldbank oder auch bei einem neuen Institut zwei oder drei Jahre vor Ablauf der Zinsfestschreibung erkaufen. Allerdings ist bei den meisten diese Option oft sehr teuer. Die Banken lassen sich dabei oft für jeden Monat Wartezeit die Zusicherung der Heute-Konditionen bezahlen, als auch die Monate bis zum Einsetzen des neuen Hypothekenkredits. Wie die Hypoport AG jedoch bemerkte, ist der Aufschlag für ein Forward-Darlehen von vergangenen Zeiten bei 0,2 bis 0,3 Prozent bis auf 0,0 Prozent zurückgegangen, wenn man es mit einem gewöhnlichen Annuitätendarlehen vergleicht.

Im Frühjahr 2007 beispielsweise erwarteten sehr viele Kunden eine immense Zinssteigung, weswegen beinahe jede vierte Finanzierung bei dem Lübecker Baufinanzvermittler Dr. Klein (eine Tochter der Hypoport-AG) ein Forward-Darlehen gewesen war. Das liegt daran, dass Kunden heutzutage sehr gut über Themen wie Zinsentwicklung und die wichtigsten Finanzinstrumente Bescheid wissen.

Aber auch einen leichten Rückgang der Nachfrage nach Forward-Darlehen gab es und zwar im Sommer 2007, als erhofft worden war, dass in Deutschland die Zinsen sinken oder zumindest stabil bleiben würden aufgrund der Leitzinssenkung in den Vereinigten Staaten.

Als die Kunden jedoch zusehends unsicherer wurden, da die Entscheidung der Europäischen Zentralbank ausblieb, kam es wieder vermehrt zu Absicherungen der Zinsen mithilfe von Forward-Darlehen ab November 2007. Um die Kunden zu halten, sind die Aufschläge bei Forward-Darlehen sehr gering. Bei einigen Anbietern werden diese Darlehen sogar 48 Monate ohne Aufschlag angeboten.

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