LBS warnt vor Schnäppchenzinsen

Die Landesbausparkasse warnt angehende Eigenheimbesitzer davor, sich von vermeintlich günstigen Angeboten für Hypothekenfinanzierungen blenden zu lassen. Die von vielen Kreditinstituten verlauteten Zinsen seien in den seltensten Fällen tatsächlich realisierbar. Vielmehr müssen nach Ansicht vom Vorstand der LBS, Dr. Kamp, verschiedene Zuschläge in Kauf genommen werden.

Zum einen richtet sich der Zinssatz eines Darlehens nach der Bonität des Kreditnehmers, die anhand statistisch-mathematischer Verfahren sowie aufgrund der finanziellen Verhältnisse, zu denen neben Einkommen und Besitz auch die regelmäßigen Ausgaben zählen, ermittelt und in verschiedene Stufen eingeteilt wird. Je geringer die Bonität eines Antragstellers, desto höher der Zinssatz.

Neben der persönlichen Kreditwürdigkeit spielt auch das zu finanzierende Objekt eine wichtige Rolle bei der Bemessung der Kosten für ein Darlehen. Insbesondere die Lage sowie die Bauweise und seine Spezifität sind dabei von Belang. Grundsätzlich gilt, dass Immobilien, die sich erwartungsgemäß im Zweifelsfall leicht veräußern lassen, günstiger zu finanzieren sind als spezielle Objekte, die nur auf einen schmalen Markt treffen.

Nach Ansicht der LBS gelten viele der günstigen Angebote von Kreditinstituten auch nur für Darlehen, die im ersten Rang des Grundbuchs abgesichert sind und damit maximal sechzig Prozent des Verkehrswertes abdecken. Höherrangige Kredite werden in der Regel mit einem Zinsaufschlag versehen, da aus Sicht der darlehensgebenden Kreditinstitute das Risiko eines Verlustes bei einer eventuellen Zwangsversteigerung höher ist.

Dr. Kamp empfiehlt daher, möglichst viel Eigenkapital in eine Finanzierung einzubringen. Die restlichen, nicht durch ein erstrangiges Darlehen abzudeckenden Mittel werden seiner Ansicht nach am besten durch einen Bausparvertrag und ein zugehöriges Bauspardarlehen generiert.

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