Bausparen soll künftig auch der Studienfinanzierung dienen

Das Bausparen zählt zu den beliebtesten Formen der Vermögensbildung. Es sind vor allem die hohen und gleichzeitig festen Zinssätze, die viele Sparer überzeugen. Da wundert es nicht, dass Bausparverträge längst nicht nur zur späteren Finanzierung von Bauvorhaben abgeschlossen werden. Viele Bauspardarlehen werden gar nicht abgerufen – vielmehr geht es den Bausparern darum, eine gute Verzinsung zu erzielen.

Bauspardarlehen sind in der Regel zweckgebunden. Sie können im Regelfall nur für Vorhaben genutzt werden, die einen Bezug zu den Themen Bauen oder Wohnen haben. Hierzu zählen der Bau oder Erwerb von Gebäuden sowie deren Modernisierung oder Sanierung. Allerdings könnte sich dies schon bald ändern. Einige Bausparkassen wollen den Verwendungszweck ihrer Darlehen ausweiten und künftig auch Studienfinanzierungen anbieten.

Das Thema Studienfinanzierung hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Heutzutage muss man es sich nämlich erst einmal leisten können, eine Hochschule zu besuchen. Hohe Lebenshaltungskosten in den Großstädten sowie Studiengebühren erschweren vielen jungen Menschen den Zugang zu einem Hochschulstudium.
Das sogenannte Bildungssparen könnte die Situation für Studierende maßgeblich verbessern. Das Prinzip sieht vor, dass Eltern rechtzeitig damit beginnen, entsprechende Sparverträge für ihre Kinder abzuschließen. Im Laufe der Zeit kann somit fleißig Eigenkapital für das Studium gebildet werden. Zugleich wird den Kindern der spätere Zugriff auf ein Studiendarlehen gesichert, das mit niedrigen Zinsen (der Zinssatz wird direkt bei Vertragsabschluss fixiert) und flexiblen Rückzahlungsmodalitäten punktet.

Der Anstoß zu diesem Konzept kommt übrigens aus der Politik: Das Bildungsministerium in Baden-Württemberg hatte einen entsprechenden Vorschlag auf den Tisch gebracht. Ob und wann die ersten Produkte auf den Markt kommen, ist allerdings noch nicht bekannt.

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