Baufinanzierung nicht auf den letzten Drücker abschließen

Noch nie zuvor war es möglich, den Markt so gezielt und vor allem schnell zu durchleuchten, um letztlich ein günstiges Immobiliendarlehen zu finden. Dieser Umstand ist vor allem den Direktbanken und Baugeldvermittlern zu verdanken. Ein Anruf bei einem guten Vermittler genügt, damit noch taggleich konkrete Finanzierungsangebote unterbreitet werden. Das Stellen der eigentlichen Finanzierung kann ebenfalls schnell erfolgen: Bei den meisten Direktbanken dauert es nicht länger als fünf Werktage, bis eine verbindliche Finanzierungszusage vorliegt und der Kreditvertrag erstellt ist.

Dieses enorme Maß an Geschwindigkeit ist grundsätzlich als Vorteil zu bewerten, allerdings stellt es auch ein gewisses Risiko dar. Die Gefahr besteht vorrangig darin, dass Bauherren oder Immobilienkäufer zu spät damit beginnen, die Finanzierung unter Dach und Fach zu bringen. Unter Umständen kann das Darlehen nicht schnell genug ausgezahlt werden – und dann drohen ernsthafte Schwierigkeiten.

Nur weil die Banken heutzutage sehr schnelle Kreditentscheidungen treffen und Darlehensverträge innerhalb weniger Tage zustande kommen können, bedeutet dies noch lange nicht, dass eine umgehende Auszahlung möglich ist. Wenn der Darlehensvertrag von beiden Seiten unterschrieben wurde, steht der Kreditbetrag nicht automatisch zur Verfügung. Darlehensnehmer müssen sich erst noch um die Erfüllung der sogenannten Auszahlungsvoraussetzungen kümmern. Hierbei handelt es sich um eine breite Palette verschiedenster Aufgaben, die angegangen werden müssen. Zu den größten Stolpersteinen zählt die rasche Eintragung der Grundschuld: Bevor keine Grundschuld eingetragen oder umgeschrieben wurde, tätigt die Bank keine Auszahlung. Folglich sollten potentielle Darlehensnehmer das Thema Finanzierung nicht zu spät angehen, sondern mehrere Wochen Vorlaufzeit einplanen, damit eine pünktliche Auszahlung garantiert ist.

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