Darlehensnehmer passen Tilgung bei hoher Zinsbelastung an

Einmal im Monat veröffentlicht der Baugeldvermittler „Dr. Klein“ den unternehmenseigenen Trendindikator „Baufinanzierung“, der umfassend über die aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich der Immobiliendarlehen informiert.

Der nun veröffentlichte Report, der sich auf den Monat April bezieht, beinhaltet sehr interessante Informationen. Dies gilt besonders für das Verhalten der angehenden Darlehensnehmer in Zeiten steigender Hypothekenzinsen. Weil die Hypothekenzinsen seit Jahresbeginn nahezu kontinuierlich gestiegen sind, lassen sich derzeit sehr gute Aussagen zu diesem Thema treffen.

Die Finanzierungsexperten von Dr. Klein haben festgestellt, dass angehende Bauherren und Immobilienkäufer ihre Tilgung anpassen. Weil die Hypothekenzinsen gestiegen sind und sich dadurch die Darlehensraten erhöht haben, wurden im Gegenzug die Tilgungssätze verringert. Im vergangenen August befanden sich die Hypothekenzinsen auf einem sehr niedrigen Niveau, weshalb sich die Haushalte eine vergleichsweise hohe anfängliche Tilgung zugetraut haben. Im August 2010 lag die durchschnittliche Tilgung für ein Standarddarlehen noch bei 2,07 Prozent, was einem relativ hohen Wert entspricht. Der Anstieg der Zinssätze hatte jedoch eine gegenteilige Wirkung bei der Tilgung zur Folge. Im Vergleich zum August des vergangenen Jahres ist die durchschnittliche Tilgung um 25 Prozent zurückgegangen.

Bei der Restschuld, die am Ende der Zinsbindung besteht, macht sich diese Änderung sichtlich bemerkbar. Bei einer zehnjährigen Zinsbindung beträgt die Restschuld nun 80 statt 75 Prozent des ursprünglichen Darlehensbetrags.

Dr. Klein rät potentiellen Darlehensnehmern zur Wahl eines Zinssatzes, der über der Mindesttilgung von einem Prozent liegt. Es wird nach wie vor eine anfängliche Tilgung von mindestens 2 Prozent empfohlen, damit ein ausreichender Abtrag der Restschuld stattfinden kann.

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