Noch immer günstige Konditionen für Bauherren

Die Europäische Zentralbank erhöhte jüngst den Leitzins in der Eurozone um 25 Basispunkte auf fortan 4,25 Prozent. Die Notenbanker begründeten den von vielen Experten kritisierten Schritt mit den anhaltend hohen Inflationsgefahren durch den signifikanten Preisauftrieb bei fossilen Brennstoffen und Nahrungsmitteln.

Für Bauherren ergeben sich nach Einschätzung des auf dem deutschen Markt für Finanzierungsvermittlung führenden Anbieters, der Interhyp AG in München, dennoch keine gravierenden Nachteile. Auf der Internetseite des Unternehmens heißt es, dass für ein Darlehen über ein Volumen von 150.000 Euro mit einer Laufzeit von 25 Jahren derzeit ein effektiver Jahreszins von 5,26 Prozent zu zahlen ist. Die Konditionen gelten für eine Immobilienfinanzierung, bei der ein Objekt mit einem Verkehrswert von knapp 280.000 Euro erworben wird und bei der eine erstklassige Bonität des Darlehensnehmers vorausgesetzt ist.

Auch wenn die Annahmen sicherlich nicht auf jede Situation gänzlich zutreffen, veranschaulicht der Ausschnitt aus den Konditionen des Vermittlers dennoch, dass das gegenwärtige Zinsniveau nicht übertrieben hoch ist und den Traum von den eigenen vier Wänden nach wie vor zulässt. Im historischen Vergleich liegen die Konditionen jedenfalls am unteren Ende der Spanne; insbesondere in den achtziger Jahren mussten Bauherren einen deutlich höheren Zins in Kauf nehmen.

Wie sich das Zinsniveau in den nächsten Monaten und Jahren entwickeln wird, ist nach Ansicht der meisten Volkswirte noch ungewiss. Wesentliche Einflussgrößen werden die geldpolitische Ausrichtung der EZB, die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten sowie die weiteren konjunkturellen Rahmenbedingungen sein.

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