Bei vorgezogenem Grundstückskauf auf variable Darlehen setzen

In diesem Jahr gibt es einige Immobilienkäufer, die ihren Kauf aufgrund einer erzielbaren Steuerersparnis vorgezogen haben. Denn ab Beginn des nächsten Jahres werden gleich drei Bundesländer die Grunderwerbsteuer erhöhen. Wer den Objektkauf noch in diesem Jahr unter Dach und Fach gebracht hat, braucht sich vor der Steuererhöhung nicht zu fürchten: Selbst wenn der Kaufpreis erst später fließt, gilt der alte und somit niedrigere Steuersatz.

Besonders Bauherren haben es beim vorgezogenen Immobilienkauf nicht immer leicht. Wenn gar nicht vorgesehen ist, mit dem Bauvorhaben unmittelbar zu beginnen, können sich gewisse Schwierigkeiten mit dem Kauf auftun. Weil der Kaufpreis bald entrichtet werden muss, gilt es zumeist ein Immobiliendarlehen aufzunehmen. Schnell stellt sich die Frage nach der richtigen Darlehensart.

Die meisten Banken werden in solch einem Fall dazu raten, ein klassisches Annuitätendarlehen mit einer Zinsbindung von 10 Jahren abzuschließen. In solch einem Fall haben sie nämlich die Gewissheit, dass auch das eigentliche Bauvorhaben über sie finanziert wird – und dann können sie den Zinssatz mehr oder weniger frei diktieren, weil dem Bauherren im Grunde gar keine andere Wahl bleibt. Dies liegt wiederum an der Grundbuchsituation: Ist erst einmal eine Grundschuld eingetragen, findet sich eine andere Bank nicht so schnell.

Grundstückseigentümer, die flexibel bleiben möchten, sollten daher überlegen, ob ein variables Darlehen nicht die bessere Lösung für sie wäre. Der Vorteil besteht darin, das Darlehen jederzeit ablösen zu können und somit das gesamte Vorhaben noch einmal neu zu finanzieren – ggf. auch bei einer anderen Bank.

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