Schufa: Bauherren können sich über Bonität von Unternehmen erkundigen

Geschichten von Bauunternehmen, die während der Errichtung eines Gebäudes in die Insolvenz gehen mussten, klingen nicht nur gruselig, sondern sind Realität. Es kommt häufiger vor, dass Bauunternehmen und Handwerksbetriebe in eine finanzielle Schieflage kommen. Die Bauherren sind meist unmittelbar betroffen, weil sie Anzahlungen für Materialien geleistet haben. Wie bei „Focus Online“ zu lesen ist, haben knapp 18 Prozent aller privaten Bauherren mit einer solchen Situation zu kämpfen. Der Durchschnittliche Schaden beläuft sich auf rund 15.000 Euro.

Die Schufa Holding bietet einen neuen Service an, der gerade in solchen Fällen von großem Nutzen sein kann. Seit Kurzem haben Privatpersonen die Möglichkeit, sich über die finanzielle Situationen von Unternehmen zu informieren. Es ist möglich, Bonitätsdaten über Unternehmen abzurufen, die im Handelsregister eingetragen sind. Bonitätsinformationen zu rund 1,5 Mio. Unternehmen stehen zum Abruf bereit.
Bei diesem Verfahren setzt die Schufa auf ein Ampel-System: Sollte eine Abfrage die rote Ampel aufblinken lassen, gilt es vorsichtig zu sein. Es ist wahrscheinlich, dass das Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat und eine Insolvenz bevorsteht.

Für Bauherren könnte dieser Service in der Tat von großem Nutzen sein: Sollte sich herausstellen, dass ein Unternehmen ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten hat, ist man mit seinen Zahlungen vorsichtiger oder man entscheidet sich gleich für einen anderen Anbieter.

Kostenlos ist dieser Service der Schufa Allerdings nicht. Für die Nutzung ist eine Registrierung notwendig, die knapp 20 Euro kostet. Jede einzelne Unternehmensabfrage schlägt mit knapp 30 Euro zu Buche. Abfragen sind außerdem nur möglich, wenn ein berechtigtes Interesse besteht.

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