Vorsicht bei der Eigenkapitalbeschaffung

Dem Einsatz von Eigenkapital kommt bei der Immobilienfinanzierung eine äußerst hohe Bedeutung zu. Zunächst einmal ist Eigenkapital erforderlich, damit eine Finanzierung überhaupt erhältlich ist. Selbst bei einer „Vollfinanzierung“ ist nicht unbedingt vorgesehen, dass die Bank sämtliche Kosten finanziert. Baukosten oder Kaufpreis können zwar vollständig finanziert werden, doch die Erwerbsnebenkosten sind in aller Regel vom Darlehensnehmer zu entrichten. Außerdem wirkt sich der Eigenkapitaleinsatz auch positiv auf den Zinssatz aus: Je mehr Eigenkapital eingesetzt wird, desto besser ist es um die Beleihung bestellt, was letztlich zu einem niedrigeren Zinssatz führt.

Nun ist es allerdings nicht immer so, dass ausreichend Eigenmittel vorhanden sind. Viele Bauherren und Käufer tricksen ein wenig: Um eine Finanzierungszusage zu erhalten, wird gegenüber der Bank mehr Geld nachgewiesen, als eigentlich vorhanden ist. Zu diesem Zweck werden oftmals Kredite innerhalb der Verwandtschaft aufgenommen: Besonders Eltern treten häufig als Darlehensnehmer auf.

Eine derartige Kapitalaufnahme sollte unter gar keinen Umständen unterschätzt werden. Häufig sind die Interessenten so darauf fixiert, eine Finanzierungszusage zu erhalten, dass sie die Konsequenzen bzw. die finanziellen Auswirkungen nicht richtig einschätzen. Schließlich wollen die Eltern bzw. die privaten Darlehensgeber ihr Geld ebenfalls wiederbekommen. Wenn die finanzielle Belastung durch die Baufinanzierung hoch bemessen ist, kann dies jedoch zu einem Problem werden. Häufig wird dann das Girokonto überzogen, was im Grunde noch schlimmer ist: Dort werden richtig hohe Zinsen fällig, die dann den Weg ins finanzielle Verderben weisen.

Folglich ist es ratsam, sich auch mit diesem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen und notfalls noch ein wenig mehr „richtiges“ Eigenkapital zu bilden, damit die Finanzierung auf einem sicheren Fundament steht.

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