Zunehmend mehr Immobilieneigentümern wird klar, dass es sinnvoll ist, ältere Bestandsobjekte energetisch zu sanieren, um somit mittel- und langfristig von deutlichen Einsparungen bei den Betriebskosten zu profitieren. Maßnahmen wie beispielsweise die Dämmung von Außenwänden, der Einbau neuer Fenster sowie die Installation von modernen Heizungsanlagen ziehen daher viel Interesse auf sich.
Die Kosten, die mit einer energetischen Sanierung verbunden sind, dürfen jedoch nicht unterschätzt werden. Im Regelfall müssen größere Investitionen getätigt werden, die einen Gang zur Bank erfordern. Bei der Finanzierung werden oftmals Fördermittel eingebunden, insbesondere von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die hat entsprechende Vorhaben bisher ordentlich gefördert: Sanierer konnten von günstigen Förderdarlehen profitieren.
Vor allem das Förderprogramm „Energetisch Sanieren“ gilt als sehr gefragt. Genau genommen ist die Nachfrage sogar zu groß: Der staatliche Fördertopf gilt als erschöpft, weshalb sich die Bank dazu gezwungen sieht, das Förderprogramm einzustellen. Interessenten sollten sich daher beeilen – bis Ende dieses Monats besteht noch die Möglichkeit, Förderanträge einzureichen. Allerdings ist schon jetzt damit zu rechnen, dass wegen der Knappheit an Fördermitteln ein Zinsaufschlag erhoben wird.
Eine Neuauflage für das kommende Jahr ist laut dem „Hamburger Abendblatt“ nicht geplant. Die KfW möchte sich künftig mehr auf die Förderung im Bereich der Neubauten konzentrieren. Gewinner dieser Entscheidung sind Bauherren, die schon jetzt von günstigen Förderdarlehen und Zuschüssen profitieren können. Für Sanierer wird es hingegen schwieriger, an Zuschüsse zu gelangen. Ihnen bleibt derzeit nur ein Trost: Die Hypothekenzinsen sind derzeit ohnehin sehr günstig, weshalb sich auch ohne Fördermittel eine günstige Finanzierung auf die Beine stellen lässt.
