Früher waren es überwiegend Kapitalanleger, die an Immobilienauktionen teilgenommen haben, um Objekte aus Zwangsversteigerungen zu erwerben. Ziel war es, die Immobilien günstig zu kaufen und anschließend mit ordentlicher Rendite zu vermieten. Doch schon seit einigen Jahren fällt auf, dass zunehmend mehr Bieter auftreten, die sich auf der Suche nach einem Eigenheim befinden.
Grundsätzlich gibt es gegen diese Vorgehensweise nichts einzuwenden. Objekte aus Zwangsversteigerung bieten immerhin die Chance, günstig an Wohneigentum zu erlangen. Wichtig ist natürlich eine vorhergehende Prüfung, um Gewissheit über die Eignung zu erlangen. Es sollte sichergestellt sein, dass das Objekt zu gebrauchen ist und keine unerwarteten Kosten drohen. Daher zählt eine gründliche Prüfung der Unterlagen zu den wichtigsten Vorbereitungen.
Noch ein weiterer Punkt ist von Bedeutung, nämlich das rechtzeitige Einholen einer Finanzierungszusage. Es ist nicht empfehlenswert, an einer Zwangsversteigerung teilzunehmen, ohne über die Gewissheit zu verfügen, dass die später benötigte Immobilienfinanzierung problemlos erhältlich ist. Sollte sich nämlich nicht erhältlich sein, droht eine womöglich sehr kostspielige Rückabwicklung der Auktion.
Eine Finanzierungszusage einzuholen ist im Grunde nicht schwer. Am besten setzt man sich mit einer Bank direkt vor Ort in Verbindung. Die Bank kennt das entsprechende Objekt meistens sehr gut und kann die Lage deshalb gut beurteilen. Zudem können Entscheidungen über Finanzierungszusage meist schnell getroffen werden.
Bei einer Direktbank anzufragen, lohnt im Normalfall nicht. Üblicherweise werden Anfragen nur beantwortet, wenn der Zuschlag erteilt bzw. die Immobilie gekauft wurde. Sobald der Zuschlag vorliegt, sollte diese Möglichkeit jedoch unbedingt genutzt werden, weil Direktbanken häufig die günstigen Immobiliendarlehen anbieten.
