WestImmo Kunden haben nichts zu befürchten

Bis Anfang 2009 war die Westdeutsche Immobilienbank (kurz: WestImmo) eine der führenden Direktbanken im Bereich der privaten Baufinanzierung. Besonders unabhängige Baugeldvermittler haben der Bank etliche Kunden zugetragen. Doch aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs hat die Bank entschieden, sich aus diesem Geschäftsfeld zurückzuziehen und künftig keine Darlehen mehr an Privatpersonen zu vergeben.

Muttergesellschaft der WestImmo ist die WestLB. Letztere ist im Rahmen der Finanzkrise in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten. Um die Bank zu sanieren, wurde daher beschlossen, einen großen Teil der WestImmo Baufinanzierungen in eine Bad Bank auszulagern. Tausende von Kunden haben in den vergangenen Monaten Post erhalten. Ihnen wurde mitgeteilt, dass ihre Baufinanzierungen an die „Erste Abwicklungsanstalt“ übertragen wurden.
Etliche Darlehensnehmer sind nun äußerst verunsichert, weil sie in den Medien schon häufiger von derartigen Transaktionen gehört haben und im selben Atemzug oftmals das Wort Zwangsversteigerung gefallen ist. Jedoch haben sich Verbraucherschützer bereits zu Wort gemeldet und Entwarnung gegeben: Solange man sich als Darlehensnehmer mit den Raten nicht im Rückstand befindet, gilt es nichts zu befürchten. Das willkürliche Einleiten von Zwangsversteigerungen ist nämlich nicht möglich.

Außerdem gelten die Darlehensverträge weiterhin: Zinssätze, Laufzeiten sowie auch alle andere Konditionsbestandteile sind auch nach der Übertragung immer noch gültig. Darlehensnehmer brauchen also nicht zu befürchten, dass die Abwicklungsanstalt an der Zinsschraube drehen könnte. Lediglich Anschlussfinanzierungen wird der neue Eigentümer der Darlehen mit Sicherheit nicht anbieten. Sollte nach dem Auslaufen der Zinsbindung eine Anschlussfinanzierung benötigt werden, so gilt es einen neuen Finanzierungspartner zu finden, bei welchem die Baufinanzierung fortgesetzt werden kann.

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