Nebenkosten beim Immobilienerwerb nicht aus den Augen verlieren

Die Anzahl derer, die ernsthaft über den Erwerb einer Immobilie nachdenken, hat in den vergangenen Monaten deutlich zugelegt. Im Wesentlichen sind es zwei Faktoren, denen man diese Entwicklung zuschreiben kann. Da wäre zunächst einmal die wirtschaftliche Erholung etlicher Privathaushalte: Mehr Personen trauen sich den Immobilienkauf wieder zu. Zum anderen befinden sich die aktuellen Hypothekenzinsen auf einem besonders niedrigen Stand und erlauben sehr preiswerte Finanzierungen.

Aufgrund der niedrigen Zinsen denken so einigen Haushalte über einen Immobilienerwerb nach, die über keine großen Ersparnisse verfügen. Grundsätzlich stellt dies kein Problem dar: Auch größere Darlehensbeträge können dank der niedrigen Zinsen derzeit relativ gut geschultert werden. Zudem gibt es inzwischen eine stattliche Anzahl an Banken, die sogenannte Vollfinanzierungen ermöglichen: Der gesamte Immobilienpreis kann finanziert werden. Allerdings werden die Nebenkosten oftmals nicht mitfinanziert – und die gilt es nicht zu unterschätzen. Dies liegt unter anderem daran, dass an immer mehr Immobilientransaktionen ein Makler beteiligt ist. Zu dieser Entwicklung hat auch die fehlende Nachfrage im vergangenen Jahre geführt: Etliche Eigentümer konnten keine Käufer finden und haben daher Makler eingeschaltet.

Schon ohne Makler belaufen sich die Nebenerwerbskosten auf mindestens 5 Prozent (je nach Bundesland/Höhe der Grunderwerbsteuer) des Kaufpreises. Wenn ein Makler 5 Prozent Courtage fordert, können somit Zusatzkosten in Höhe von 10 Prozent entstehen – bei einem Kaufpreis von 250.000 Euro wären dies immerhin 25.000 Euro. Diese Zusatzkosten muss man erst einmal aufwenden können. Trotz Möglichkeit der Vollfinanzierung bedeutet dies für einige Haushalte, dennoch eine Weile sparen zu müssen.

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