Bauherren und Immobilienkäufer haben allen Grund zur Freude: Die Konditionen für Immobiliendarlehen könnten nicht besser sein. Erst vor kurzem wurde ein neues Zinstief erreicht. Bei den Zinssätzen für Darlehen mit einer zehnjährigen Zinsbindung wurde der seit 50 Jahren tiefste Stand erreicht. Für potentielle Darlehensnehmer könnte es kaum besser kommen: Dank der niedrigen Hypothekenzinsen hält sich die finanzielle Belastung, die aus der Aufnahme eines Immobiliendarlehens resultiert, stark in Grenzen.
Die niedrigen Zinssätze erlauben die Aufnahme von Darlehen, die das verfügbare Einkommen der Darlehensnehmer nicht so sehr in Anspruch nehmen. Vor allem wenn eine niedrige Tilgung, beispielsweise mit einem anfänglichen Tilgungssatz von einem Prozent gewählt wird, ist die finanzielle Belastung nicht hoch bemessen.
Allerdings ist es nicht sehr empfehlenswert, sich für eine solch geringe Tilgung zu entscheiden. Das Problem besteht darin, dass nur ein äußerst geringfügiger Darlehensabtrag stattfindet. Zwar steigt die Tilgung im Lauf der Zeit an (durch die Tilgung verringert sich die Zinslast, welche den Tilgungsanteil der Darlehensrate automatisch erhöht), jedoch ist dieser Anstieg nicht sonderlich hoch bemessen. Die Folge ist eine äußerst lange Finanzierungsdauer, sollte die niedrige Tilgung beibehalten werden. Wer nicht mehr ganz so jung ist, muss seine Immobilienfinanzierung womöglich noch während des Rentenalters schultern.
Um eine ausreichend schnelle Darlehensrückzahlung gewährleisten zu können, raten Finanzierungsexperten in diesen Zeiten zu einer höheren anfänglichen Tilgung. Durch einen höheren Tilgungssatz (mindestens zwei Prozent) kann die Rückzahlung des Immobiliendarlehens maßgeblich beschleunigt werden. Außerdem wird sichergestellt, dass der Restschuldbetrag nicht so hoch bemessen ist, wenn die erste Anschlussfinanzierung ansteht.
