Immobilieneigentümer, die ihre Objekte verkaufen möchten, blicken auf schwere Zeiten: Abgesehen von ein paar Boomregionen geht es dem deutschen Immobilienmarkt nicht besonders gut. Besonders in ländlichen Regionen und Kleinstädten kann es sich äußerst schwierig gestalten, Käufer zu finden. Die Nachfrage ist deutlich zurückgegangen, was nicht nur auf die Finanzkrise zurückzuführen ist, sondern auch an der Tatsache liegt, dass zunehmend mehr Menschen in die Großstädte ziehen.
Viele Eigentümer gehen deshalb schon sehr frühzeitig dazu über, ihre Objekte nicht eigenständig zu vermarkten, sondern sich professionelle Unterstützung von einem Immobilienmakler zu holen. Aus Sicht der Verkäufer ist diese Entscheidung gut nachzuvollziehen: Sie erhoffen sich einen schnelleren Verkauf.
Aus Sicht der Käufer ist diese Entwicklung jedoch weniger erfreulich: Sobald ein Makler im Spiel ist, sehen sie sich mit der Problematik konfrontiert, die Maklercourtage entrichten zu müssen. Hierbei handelt es sich um die Provision, der vom Makler erhoben wird, sobald es zum Abschluss des Kaufvertrags kommt.
Inzwischen gibt es viele Kaufinteressenten, die sich über diese Entwicklung ärgern. Bei etlichen Objekten, für die sie sich interessieren, müssen sie die Courtage entrichten. Deshalb wird zunehmend häufiger über Methoden nachgedacht, um die Zahlung der Courtage zu umgehen. Allerdings sei gesagt, dass diese Möglichkeit nur in den seltensten Fällen gegeben ist. Der Großteil der Immobilienmakler sichert sich vertraglich sehr gut ab, wodurch es sich schwierig gestaltet, die Courtagezahlung umgehen zu können. Selbst wenn man den Verkäufer direkt anspricht, können die meisten Makler einen Anspruch auf Courtage geltend machen – notfalls sogar durch einen Gang vor Gericht.
