Hinweise zur vorzeitigen Darlehensablösung

Im vorangegangenen Beitrag ging es um das Thema Flexibilität bei der Baufinanzierung. Im letzten Teil des Beitrags wurde gezeigt, dass heutzutage die Möglichkeit besteht, Immobiliendarlehen vorzeitig zu kündigen, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung leisten zu müssen. Es gibt zunehmend mehr Banken, die ihren Kunden das Recht einräumen, eine sogenannte Darlehensablösung vorzunehmen. Auf diesen Punkt soll im heutigen Beitrag noch einmal ausführlicher eingegangen werden.

Zunächst einmal sei angemerkt, dass nicht alle Banken eine solche Option anbieten. Außerdem ist diese auch nicht kostenlos erhältlich: Wer sich dieses Recht sichern möchte, muss entweder einen Zinsaufschlag in Kauf nehmen oder – je nach Bank – einen Einmalbetrag entrichten. Trotz der zusätzlichen Kosten kann die Nutzung dennoch interessant sein: Besonders für Karrieremenschen können sich wertvollen Spielraum ergeben.

Ebenso gilt es zu wissen, dass die vorzeitige Darlehensablösung nicht in jedem Fall möglich ist. Die Banken haben sogenannte Härtefälle definiert. Hierzu zählen beispielsweise der berufsbedingte Umzug, der Tod eines Ehepartners oder auch die Scheidung. Welche einzelnen Härtefälle existieren und zur vorzeitigen Ablösung des Immobiliendarlehens berechtigen, ist von Bank zu Bank ganz verschieden definiert. Deshalb ist es umso wichtiger, bei der Suche nach der passenden Baufinanzierung auch diesen Punkt zu berücksichtigen.

Abschließend noch ein Tipp, den nur die wenigsten Darlehensnehmer kennen. Es geht um die allgemeine Kündigung von Immobiliendarlehen, die nach einer Finanzierungsdauer von 10 Jahren grundsätzlich möglich ist. Alle Banken müssen ihren Kunden dieses Recht einräumen – und zwar unabhängig von der Zinsbindung. Nach 10 Jahren kann jede Finanzierung beendet werden, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung leisten zu müssen. Es wird lediglich eine vorherige schriftliche Kündigung vorausgesetzt.

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