Von den eigenen vier Wänden zu träumen ist eine Sache – den Traum zu verwirklichen kostet jedoch jede Menge Kraft, Zeit und Geld. So groß der Bedarf unter Umständen auch ist: Nicht immer sind die Voraussetzungen für einen Hauskauf oder -bau ideal. Gerade junge Bauherren bzw. Käufer haben es alles andere als leicht: Oftmals sind sie noch nicht lange genug in Arbeit um ein ordentliches finanzielles Polster angelegt zu haben und in jungen Jahren gründen immer noch viele Paare eine Familie. Finanziell eine Katastrophe wenn man gerade dabei ist der Bank zu erklären, dass das eigene Einkommen doch durchaus zur Tilgung eines Baudarlehens ausreicht. Mit einem Kind steigen nämlich nicht nur langfristig die Unterhaltkosten – mindestens ein Elternteil ist zumindest eine Zeitlang auch nur eingeschränkt bzw. gar nicht in der Lage, der bisher ausgeübten Beschäftigung nachzugehen.
Soll trotzdem am Hauskauf festgehalten werden, gilt es, zusätzliche Kosten möglichst einzusparen und sofern vertretbar weitere Finanzierungsquellen zu erschließen, um den Eigenkapitalanteil und das monatlich verfügbare Einkommen zu erhöhen. Eine Option dabei ist die Aufnahme eines Zweitjobs, um über mehr finanzielle Mittel verfügen zu können. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der comdirect fand nun heraus, dass immerhin 42,3 Prozent der Bundesbürger dazu bereit wären, wenn sie dafür ihr Traumhaus beziehen könnten. Eine sehr beachtliche Menge – aber sind sich Häuslebauer auch immer darüber im Klaren, was damit verbunden ist?
Prinzipiell spricht nichts dagegen, die Einkommenssituation während der Finanzierungs- bzw. Rückzahlungsphase durch einen Zweitjob zu verbessern. Allerdings gilt es dabei zu beachten, dass der Job nach Möglichkeit auch während der ganzen Rückzahlungsphase ausgeübt werden sollte – also im Regelfall über zehn Jahre und länger. Die Mehrbelastung kann nicht jeder auf Dauer ertragen – dieser Schritt sollte also gründlich überlegt werden.
