Studie: Deutsche finanzieren sicherheitsbewusst
Schon länger haben Deutsche im Ausland den Ruf, in finanziellen Angelegenheiten äußerst sicherheitsbewusst zu agieren. Das bestätigt nun auch die aktuelle Baugeldstudie des Baugeldvermittlers HypothekenDiscount: Darin sollten die Befragten u.a. angeben, wann ihrer Meinung nach der beste Zeitpunkt zur Anschlussfinanzierung gekommen sei. Das Ergebnis ist erfreulich: Ein Großteil der Befragten würde keinesfalls bis zum Ende der aktuellen Finanzierung warten, sondern sich bereits im Vorfeld über die Möglichkeiten der Anschlussfinanzierung informieren. Immerhin 57,2 Prozent der Befragten sind der Meinung, etwa ein halbes Jahr vor Ablauf der Zinsbindung sollten sich Immobilienfinanzierer um eine passende Anschlussfinanzierung kümmern. Immer noch 30,4 Prozent geben sich noch sicherheitsbewusster und würden etwa zwei Jahre vor Ablauf der Zinsbindung die Prologation planen. Und zehn Prozent der Befragten würde sogar bereits fünf Jahre vor dem Auslaufen der Erstfinanzierung mit der Planung der Finanzierung danach beginnen.
Eine so lange Planungszeit ist allerdings nicht notwendig und auch nicht sehr sinnvoll: Wer sich bereits fünf Jahre vor dem eigentlichen Bedarf eine Anschlussfinanzierung sichert, muss nicht nur einen sehr hohen Zinsaufschlag in Kauf nehmen. Fallen die Bauzinsen in diesen fünf Jahren, könnte eine Anschlussfinanzierung zu einem späteren Zeitpunkt deutlich günstiger werden. Sinnvoll ist es jedoch tatsächlich, sich spätestens ein halbes Jahr vor Ablauf der Zinsbindungsfrist mit weiteren Finanzierungsmöglichkeiten zu beschäftigen. Endet die Zinsbindung in etwa zwei bis drei Jahren, lohnt es sich, den Markt schon einmal ein wenig zu beobachten. Ist beispielsweise abzusehen, dass die Zinsen wie derzeit sehr niedrig oder sogar auf einem historischen Tief liegen, kann sich eine frühzeitige Sicherung der Konditionen mithilfe eines Forward-Darlehens durchaus lohnen.


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