Verbraucher vereinbaren bei der Aufnahme einer Hypothek im Rahmen einer Immobilienfinanzierung häufig eine Zinsbindung, die den Darlehenszins für einen bestimmten Zeitraum oder auch für die gesamte Laufzeit des Darlehens fixiert.
Der Vorteil der Klausel liegt in der besseren Planungssicherheit im Hinblick auf die monatlich zu leistenden Raten. Gerade zu Beginn des Tilgungszeitraums stellt eine Zinsbindung dazu eine Versicherung gegen existenzielle Risiken dar: Ein Anstieg des Darlehenszinses zu einem Zeitpunkt, an dem die Annuität im Wesentlichen aus Zinsleistungen besteht, kann die ordungsgemäße Andienung des aufgenommenen Darlehens in Gefahr bringen.
Die Sicherheit freilich hat ihren Preis: Eine Zinsbindung versteht sich als Option des Darlehensnehmers, die von der Bank gegen Entrichtung einer Prämie erworben wird. Die Kosten werden in den meisten Fällen in die Kreditrate mit eingerechnet. Aus diesem Umstand erklärt sich auch die weit verbreitete Annahme, eine Zinsbindung würde mit einem Aufschlag auf den Darlehenszins bezahlt. Wie hoch die Versicherungskosten ausfallen, hängt von der Situation am Zinsmarkt ab; Schwankungen sind in Kauf zu nehmen. Wird von der Bank ein Angebot unterbreitet, ist dies jedoch in der Regel mindestens eine Woche lang gültig.
Bei der Abwägung von Kosten und Nutzen der Zinssicherheit stellt sich schnell die Frage, wie lange die Zinsbindung vereinbart werden sollte. Wie bereits angesprochen ist die Klausel vor allem in der frühen Phase des Tilgungszeitraumes von Bedeutung.
Ob sich die Zinsfixierung über Zeiträume von 10, 15 oder mehr Jahren lohnt, hängt maßgeblich von der Zinsentwicklung ab. Da der Marktzins gegenwärtig auf einem in historischer Betrachtung noch immer niedrigen Niveau verharrt, scheint ein langfristiges Ziel lohnenswert.
Pro und Contra Zinsbindung
15. Juni 2008 Von Schreibe einen Kommentar
