Was kosten Fremdwährungsdarlehen?

Die größte Hürde auf dem Weg in die eigenen vier Wände stellt regelmäßig die Finanzierung dar. Nur wer sämtliche zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzt, kann die Belastungen in Verbindung mit der Tilgung einer Hypothek in einem vertretbaren Rahmen halten. Eine gerade in Deutschland noch immer vernachlässigte Finanzierungsform ist die Aufnahme eines Kredits in einer fremden Währung. Die Zurückhaltung der „Häuslebauer“ ist dabei ebenso ausgeprägt wie unverständlich. Mit Darlehen aus anderen Währungsräumen lässt sich aufgrund der oft deutlich günstigeren Zinssätze viel Geld sparen.
Ein Darlehen im japanischen Yen kann zum Beispiel laut Angaben der Württembergische Baufinanzierungsvermittlung AG zu einem Zinssatz von unter 2,2 Prozent ausbezahlt werden. So lässt sich ein Kredit mit einem Gegenwert von 100.000 Euro binnen 21 Jahren zur Gänze tilgen – mit einer Monatsrate von lediglich 500 Euro. Im Vergleich zu einer Euro-basierten Finanzierung ersparen sich Kreditnehmer so 14 Jahre des Tilgungszeitraums und 86.000 Euro Kreditkosten.
Wem Japan zu weit weg ist, der findet auch in der Schweiz günstige Finanzierungsmöglichkeiten. 100k lassen sich hier mit besagter Monatsleistung binnen 25 Jahren abzahlen – das sind 10 Jahre weniger als bei üblichen Finanzierungen in der heimischen Währung. Die Ersparnis beträgt im Frankendarlehen immerhin noch rund 65.000 Euro.
Es sind sicherlich die Wechselkursrisiken, die Verbraucher von diesen lukrativen Instrumenten der Immobilienfinanzierung fernhalten. Diesen jedoch steht die kongruente Chance auf eine devisenkursbedingte Verringerung der Tilgungslast gegenüber. Durch aktives Währungsmanagement lässt sich zudem eine laufende Adjustierung an aktuelle Marktbedingungen erreichen – beispielsweise indem in eine andere Währung gewechselt wird.

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