Wohnriester wird ab 2010 einfacher

Das Thema Baufinanzierung ist für die meisten Bauherren ein sehr wichtiges: Ohne eine Finanzierung könnte der Traum vom Eigenheim nicht realisiert werden. Allerdings sind sich die meisten Bauherren darüber bewusst, dass eine Finanzierungslösung auch bedeutet: In den nächsten Jahren sind große Sprünge aufgrund der finanziellen Einschränkung nicht möglich. Kein Wunder also, dass jeder Bauherr so gut wie möglich versucht, die Finanzierungskosten zu drücken und Zuschüsse und Vergünstigungen zu nutzen. Aus diesem Grund ist auch das Riester-Sparen für viele Bauherren interessant: Wer sich für diese Form der Altersvorsorge entscheidet, erhält regelmäßig für jedes Familienmitglied einen Zuschuss. Erwachsene werden jeweils mit 154 Euro gefördert, Kinder jeweils mit 185 Euro und ab 2008 geborene Kinder sogar mit jeweils 300 Euro pro Jahr. Diese Zuschüsse können ebenso wie das Kapital, das in die Altersvorsorge fließt, zur Baufinanzierung verwendet werden und helfen dabei, das Darlehen schneller zu tilgen. Diese Variante des Riester-Sparens wird umgangssprachlich auch wohnriestern genannt.

Bisher galt eine Übergangsregelung, die den Wohnriester relativ unattraktiv machte: Das durch die Riester-Rente angesparte Kapital musste mindestens 10.000 Euro betragen, bis es dem Riester-Vertrag zur Baufinanzierung entnommen werden durfte. Faktisch heißt das, dass Riester-Sparer die eingezahlten Beiträge bisher nicht für ihre Baufinanzierung verwenden konnten: In der kurzen Zeit seit es die Riester-Verträge gibt dürfte es kaum jemandem gelungen sein, eine so hohe Summe anzusparen. Ab 2010 jedoch steht dem Wohnriestern nichts mehr im Weg: Ab dem 01. Januar ist es möglich, das angesparte Riester-Guthaben unabhängig vom bereits angesparten Kapital wahlweise zu 100 oder zu 75 Prozent in die Baufinanzierung einfließen zu lassen, was den Eigenkapitalstock erhöht. Alle weiteren Einzahlungen in den Riester-Vertrag und die Zuschüsse fließen direkt der Baufinanzierung zu.

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