Quelle Bausparkasse stellt Neugeschäft ein

Die meisten Verbraucher werden den Krimi um den Versandhändler Quelle mit Spannung verfolgt haben. In den letzten Wochen und Monaten hofften und bangten Tausende Deutsche um das Fortbestehen des Traditionsunternehmens. Vergebens: In dieser Woche wurde bekannt, dass Quelle trotz Staatshilfen nicht anderes übrig bleibt als Insolvenz anzumelden.

Was Schnäppchenjäger freut, bereitet so manchem Bauherren jedoch Kopfschmerzen. Die Quelle Bausparkasse zählt zwar seit einiger Zeit nicht mehr zu Arcandor. Allerdings befand sich die ebenfalls in die Schlagzeilen geratende Großaktionärin Schickedanz im Besitz eines großen Teils der Bausparkasse. 41 Prozent konnte sie ihr Eigen nennen. Die Bausparkasse zieht aus der aktuellen Entwicklung erste Konsequenzen. Und kündigte in den letzten Tagen an, dass das Neugeschäft gestoppt werden solle. In Zukunft wird es nicht mehr möglich sein, einen neuen Bausparvertrag bei der Quelle Bausparkasse abzuschließen. Bestandskunden haben jedoch nichts zu befürchten: Die bestehenden Verträge laufen wie bisher weiter und kommen auch alle zur Auszahlung.

Neben der Quelle Bausparkasse ist auch die Karstadt Quelle Versicherung (KQV) von der unschönen aktuellen Entwicklung betroffen – wenn auch nur indirekt. Auch sie zählt wie die Bausparkasse seit geraumer Zeit schon nicht mehr zum insolventen Arcandor-Konzern. Offenbar leidet sie aber unter der Namensverwandtschaft mit dem Versandhaus. Daher denkt die Versicherung, die zu 100 Prozent der Ergo Versicherungsgruppe gehört, laut über eine Namensänderung nach. Trotz einer Kommunikationsoffensive wird KQV das schlechte Image von Quelle nicht los. Die Versicherung selbst sowie alle Kunden und Policen sind von der Quelle-Pleite jedoch in keinster Weise betroffen.

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