So viel Männer und Frauen mittlerweile auch gemein haben: In puncto Finanzen unterscheiden sie sich doch zum Teil noch erheblich. Eine neue Studie offenbart: Auch in Fragen der Baufinanzierung legen beide Geschlechter ganz unterschiedliche Kriterien und Präferenzen an den Tag.
Einem Bericht von Focus online zufolge haben sich die Vorlieben der Deutschen in Bezug auf ihre Baufinanzierung verändert: Statt ausschließlich auf günstige Konditionen zu achten, spielen vermehrt Kriterien wie Flexibilität und Sicherheit bei der Auswahl eines Immobiliendarlehens eine wichtige Rolle. Das zumindest ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die von der Innofact AG im Auftrag von PlanetHome durchgeführt wurde. Befragt wurden für die Untersuchung mehr als 1.000 Teilnehmer. Dabei fanden die Forscher heraus: Immer noch 87 Prozent erachten die Zinsen als einen entscheidenden Faktor bei der Entscheidung für oder gegen ein Baudarlehen. Allerdings werden auch zusätzliche Features wie Sondertilgungen oder eine lange Zinsbindung immer wichtiger – 68 bzw. 53 Prozent der Befragten gaben an, diese Optionen seien für sie entscheidend.
Ebenfalls ein Ergebnis dieser Studie ist die Erkenntnis, dass Männer und Frauen bei der Auswahl eines geeigneten Darlehens offenbar unterschiedliche Präferenzen aufweisen. Während Männer im Durchschnitt besonders großen Wert auf Flexibilität und damit auf Optionen wie Tilgungsanpassung oder Sondertilgungen legen, achten Frauen eher auf sicherheitsverheißende Faktoren wie extrem niedrige Zinsen oder die Einbindung staatlicher Förderprogramme in die Finanzierung.
Die Banken haben bereits registriert, dass sich die Ansprüche ihrer Kunden verändert haben und reagieren seit geraumer Zeit mit Finanzierungsangeboten, die deutlich mehr Flexibilität ohne immense Zinsaufschläge verheißen. Vielleicht kommen aber auch bald Finanzierungsangebote, die jeweils auf die Bedürfnisse von Frauen und Männern zugeschnitten sind?
