Zinsanstieg steht bevor

Angehende Bauherren sollten sich mit der Beschaffung ihres Darlehens nicht mehr allzu viel Zeit lassen. In der vergangenen Woche ließ der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude-Trichet, ernsthafte Sorgen der Währungshüter im Hinblick auf die Entwicklung der Teuerungsrate im Euroraum verlauten. Unter Währungsexperten werden die Äußerungen der Notenbanker als deutliches Signal für eine bevorstehende Zinserhöhung gewertet, die auch Hypothekenkredite treffen würde.
Insbesondere ist anzunehmen, dass ein höherer Leitzins sich auf die Konditionen der Darlehen im Rahmen des Programms zur Förderung von Wohneigentum der bundeseignen Kreditanstalt für Wiederaufbau auswirken wird. Ein Zinsschritt in Höhe von 50 Basispunkten würde die Gesamtbelastung in Verbindung mit dem Bauvorhaben deutlich erhöhen.
Kredite auf dem freien Markt haben die Erwartung eines ansteigenden Zinses bereits eingepreist – an dieser Stelle ist es bereits zu spät um zu reagieren. Wer jedoch von weiterhin ansteigenden Kreditzinsen ausgeht, sollte, sofern das Bauvorhaben erst in der Zukunft realisiert werden soll, mit einem Forward Darlehen die gegenwärtigen Marktkonditionen fixieren und sich so zusätzliche Planungssicherheit verschaffen.
Forward-Vereinbarungen bezeichnen einen Kreditvertrag, der schon heute die Konditionen eines morgen auszuzahlenden Kredits regelt. Verbraucher können sich auf diese Weise das im historischen Vergleich noch immer recht niedrige Zinsniveau für die Zukunft sichern – sei es zur Baufinanzierung oder als Anschlusshypothek.
Die Kosten eines Forward Darlehen hängen wesentlich vom Zeitraum bis zur Auszahlung ab und variieren zwischen den verschiedenen am Markt tätigen Kreditinstituten. Ein Vergleich der Konditionen erscheint für Interessenten in jedem Fall sinnvoll: Die auch als Vorratskredite bezeichneten Darlehen lohnen sich erst ab einem gewissen Anstieg des Zinsniveaus und stellen zunächst einen Kostenfaktor da.

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