Gemeinden locken aufs Land

Wer sich dafür entscheidet, den Traum von einem eigenen Haus Wirklichkeit werden zu lassen, hat in der Regel eine breite Palette der unterschiedlichsten Aufgaben vor dem ersten Spatenstich zu erledigen. Die einzelnen Aspekte der Baufinanzierung müssen genauso geklärt werden wie eine Baugenehmigung bei den zuständigen Behörden einzuholen ist. Daneben sollte natürlich auch klar sein, wo das Haus überhaupt stehen soll und welches Grundstück dafür in Frage kommt. Schließlich gehört der Kauf des Baugrundes genauso zu den Gesamtkosten eines Bauprojekts wie der Ausbau eines Hauses.

Oft genug beginnen aber hier bereits die Probleme vieler angehender Hausbesitzer, denn dort wo man gern bauen will, sind die Möglichkeiten meist sehr begrenzt. Und dort, wo der Traum von den eigenen vier Wänden ohne Weiteres stehen kann, will man meist nicht bauen. Häufig stimmen die vorgeschlagenen Baugrundstücke nicht mit den Vorstellungen des zukünftigen Eigenheimbesitzers überein, da sie zu weit von den städtischen Kernzonen entfernt liegen und der Weg zur eigenen Arbeit nun nur noch mit dem Auto möglich ist. Gerade Familien mit Kindern müssten sich in einer solchen Situation einen Zweitwagen anschaffen.

Besonders die Gemeinden im Umland größerer Städte sind von einer solchen Problematik betroffen, denn den Kommunen fehlt es nicht an Bauland, sondern der infrastrukturellen Verbindung in die Ballungsräume. Deshalb greift so mancher Bürgermeister zu kleinen Tricks, um für Bauherren trotz dieser Nachteile wieder interessant zu wirken. Zum Beispiel werden für Familien mit Kindern großzügige Unterstützungen versprochen, die sich schon einmal im Rahmen von mehreren tausend Euro bewegen können. Natürlich entlasten diese Geschenke gerade junge Familien finanziell, was sicher der Baufinanzierung zugute kommt. Ob der Umzug aufs Land dadurch attraktiver wird, muss jeder für sich entscheiden.

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