Kürzungen bei der Solarförderung nach der Wahl?
Immer wieder findet man in den letzten Wochen Artikel und Ratgeber zum Thema Solarenergie, die Verbrauchern nahe legen, sich jetzt noch schnell für eine Solaranlage fürs Eigenheim zu entscheiden. Prinzipiell ist dieser Tipp auch gut und gerechtfertigt: Entscheidet sich ein Immobilienbesitzer, eine Solaranlage auf seinem Dach zu installieren, kann er zum einen sauberen Strom zur Selbstnutzung erzeugen und zum anderen ungenutzten Strom ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Auf diese Weise kann nicht nur Geld gespart werden, dank einer relativ hohen Einspeisevergütung hilft eine Solaranlage zudem noch, das Darlehen aufgrund erhöhter Einnahmen schneller abzahlen zu können.
Auch aufgrund der seit 2008 deutlich gefallenen Preise für Solarpanels und den zahlreichen Fördermöglichkeiten bei der Anschaffung einer Solaranlagen kann sich das Unternehmen Solarstrom für Bauherren durchaus lohnen. Nun aber beunruhigen Parteien und Energiekonzerne kurz vor der Wahl mit neuen Nachrichten: Ihrer Rechnung zufolge stößt die Solarstromförderungen an ihre Grenzen, die Subventionen für Solarstrom würden auf den Verbraucher umgelegt und den Energiepreis belasten. Zur Diskussion steht nun auch, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu kippen und bei Solarförderungen einzusparen – unabhängig vom Ausgang der Wahl, wohlgemerkt.
Unter anderem diskutiert werden nicht nur Fördergelder für den Bau von Solaranlagen, sondern auch die Einspeisevergütung selbst: Das EEG sieht vor, die Vergütung ab 2010 um 8 Prozent zu senken. Das unabhängige Magazin Photon fordert gar darüber hinaus eine Senkung der Einspeisevergütung um weitere 20 Prozent. Bauherren sollten nach der Wahl an diesem Wochenende also ganz genau hinhören, wenn es ums Thema EEG geht – bei einer deutlich geringeren Einspeisevergütung würden sich Solaranlagen deutlich langsamer amortisieren als derzeit.


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