Die derzeitige Entwicklung auf dem Geldmarkt und damit auch die aktuelle Entwicklung der Baugeld-Zinsen ist spannend und schlecht absehbar. Ein Grund dafür ist die Niedrig- oder Nullzins-Politik der US-amerikanischen, japanischen, britischen und europäischen Währungshüter: Aufgrund dieser Politik verfügen viele Banken über sehr viel Liquidität, die sie sich zu extrem niedrigen Zinsen verschafft haben. Einerseits bewirkt das, dass Zinsanlagen kaum noch Rendite abwerfen und somit kaum Eigenkapital für den Erwerb einer Immobilie aufgebaut werden kann. Zum anderen bewirken exzessive Spekulationen an den Finanzmärkten, dass der Dollar derzeit stark fällt, was den Euro im Gegenzug verteuert. Inflationsimpulse und damit eine Anhebung der Zinsstände sind auch deshalb nicht zu erkennen, weil ein starker Euro wie eine Leitzinserhöhung wirkt. Baufinanzierungsexperten gehen daher davon aus, dass sich an den Zinsen für Darlehen mit zehnjähriger Laufzeit in den nächsten Wochen kaum etwas ändern wird. Auch die Zinsen für längere Laufzeiten bleiben relativ stabil auf ihrem Niedrigstand.
Finanzierungsexperten wie etwa die Interhyp raten Baufinanzierungskunden angesichts dieser Lage, an Tagen mit Zinsausschlägen nach unten ihre Konditionen für ein Baudarlehen langfristig zu fixieren – auch deutlich länger als 10 Jahre. Besonders wichtig ist es dabei, auf die optimale Kombination aus Darlehenshöhe, Laufzeit, Tilgungsmöglichkeiten und Fördermitteln zu achten. Auch Sonderkontingente, die mit Sonderkonditionen aufwarten, können derzeit sehr interessant sein. Hier gilt es allerdings, die Konditionen sehr genau mit herkömmlichen Darlehenskonditionen zu vergleichen.
Ebenfalls sehr interessant kann derzeit auch ein Fremdwährungsdarlehen, das auf Dollar lautet, sein. Das jedoch empfiehlt sich lediglich für sehr finanzstarke und flexible Bauherren, die ein gewisses Risiko nicht scheuen.
