Bauherren haben derzeit Grund zur Freude: Momentan sind Immobiliendarlehen bei vielen Geldinstituten deutlich günstiger zu haben als noch vor einigen Monaten. Zogen die Zinsen vor einigen Wochen noch an und ließen so eine baldige stetige Zinssteigerung vermuten, sind sie in letzter Zeit wieder etwas gefallen. Bauherren, die bereits ein Objekt im Visier haben, aber auch Anschlussfinanzierer sollten die Chance nutzen und die günstigen Konditionen auf lange Sicht fixieren. Darüber hinaus gibt es aber immer noch weitere Möglichkeiten, die Immobilienfinanzierung so günstig wie möglich zu gestalten: Unter Einbeziehung von Förderdarlehen nämlich.
Förderdarlehen werden beispielsweise von den Aufbaubanken, aber auch von der staatseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergeben. Ihre Besonderheit liegt darin, dass es sich dabei um subventionierte Kredite handelt: Ein Teil der Zinsen wird vom Bund, den Ländern oder der Gemeinde getragen, sodass sehr günstige Darlehen angeboten werden können, um den Bau oder Kauf des Eigenheims günstiger zu gestalten. Der Vorteil im Rahmen der Baufinanzierung: Das KfW-Darlehen etwa wird nachrangig eingetragen und somit von anderen Banken wie Eigenkapital gewertet.
Nun sind die ohnehin schon günstigeren Darlehenszinsen für Förderdarlehen vielerorts aufgrund des allgemein niedrigen Zinsniveaus gefallen. So teilte beispielsweise die Thüringer Aufbaubank (TAB) kürzlich mit, dass die Zinsen für das Thüringer Familienbaudarlehen und das Thüringer Modernisierungsdarlehen jetzt gesunken seien. Mit dieser Entscheidung folgte die TAB der KfW, die ihre Zinsen u.a. für das „KfW-Wohneigentumsprogramm“ und das Programm „Wohnraum Modernisieren-Standard“ senkte. Die Sonderzinsaktion für das Programm „Altersgerecht Umbauen“ wurde bis Ende September verlängert.

