Stimmungsindex Baufinanzierung: Vertrauen in eigene Finanzierungsfähigkeit sinkt

Heute veröffentlichte die Comdirect Bank das Ergebnis ihrer aktuellen Studie Stimmungsindex Baufinanzierung für den September 2009. Im Vergleich zum Juli 2009 liegt der Index im September etwas niedriger: Waren es im Juli noch 106, 0 Punkte, sind es jetzt nur noch 102,0 Punkte. Die Bereitschaft zur Baufinanzierung und das Vertrauen in die Produkte sanken also.

Konkret schätzen noch 51,4 Prozent der Deutschen den Zeitpunkt für den Erwerb einer Immobilie als geeignet ein. Ein Drittel (33,0 Prozent) aller Befragten traut sich auch die Finanzierung zu – das sind 2 Prozent weniger als im Juli.

Bei der Finanzierung setzen die meisten Befragten auf Bankdarlehen (55,5 Prozent), gefolgt von Bausparverträgen (52,3 Prozent) und Spareinlagen. Allerdings würden nur noch 46,6 Prozent große Teile ihres Ersparten in die Finanzierung einplanen. Im Juli waren es dagegen noch 54,3 Prozent. Grund für diesen Rückgang um immerhin zehn Prozent ist wahrscheinlich, dass die Verzinsung von Spareinlagen derzeit immer unattraktiver wird, was die Rendite der Einlagen schmälert und demzufolge dazu führt, dass weniger Kapital vorhanden ist.

Ebenso weist die Studie darauf hin, dass sich derzeit 45,5 Prozent der Befragten gegen die Aufnahme einer Immobilienfinanzierung entscheiden würden. Ursache dafür ist, dass viele Arbeitnehmer Angst vor einem Jobverlust oder zumindest einschneidenden finanziellen Veränderungen haben. Besonders besorgt zeigen sich Frauen und ältere Berufstätige: Während sich bei den Frauen 48,5 Prozent gegen die Aufnahme eines Baudarlehens aussprechen (Männer: 42,3 Prozent), sind es bei den älteren Arbeitnehmern 51,0 Prozent und damit 7,6 Prozent mehr als bei den jüngeren Arbeitnehmern.

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