Für viele Hausbesitzer ist eine Solaranlage zur Stromerzeugung sicher eine günstige Methode, um auch in Zukunft Geld beim Unterhalt des Hauses zu sparen. Denn wer in Deutschland seinen eigenen Strom produziert und diesen ins Netz einspeist, sprich allen anderen Nutzern zur Verfügung stellt, wird durch die Bundesregierung belohnt und erhält eine höhere Einspeisungsvergütung. Warum also bei einer Modernisierung oder dem Neubau nicht gleich die Installation einer solchen Photovoltaik-Anlage mit in die Kosten einbeziehen und die Baufinanzierung entsprechend erhöhen? Durch die erwarteten Preissteigerungen beim Strom dürfte sich diese Investition durchaus lohnen. Und ein Teil der hohen Einspeisungsgebühren kann wieder in die Tilgung der Baufinanzierung fließen.
Der Einbau einer solchen Anlage wird mit zinsgünstigen Darlehen durch die KfW-Bank gefördert, was die Option, aus dem Eigenheim ein kleines Kraftwerk zu machen, noch reizvoller macht. Allerdings kommen aus Berlin schlechte Nachrichten für alle Hausbesitzer, die mit ähnlichen Gedanken spielen. Die Bundesregierung plant eine Kürzung der hohen Einspeisungsgebühr. Da in den letzten Jahren der Anteil an Solarenergie immer weiter gestiegen ist, wachsen auch die Kosten, welche für die Förderung der Solarstrom-Anlagen anfallen. Wie genau die Senkung der Einspeisungsgebühr ablaufen soll, darüber herrscht in der Politik zwar noch keine Klarheit, dass sie aber kommen muss, darüber sind sich die Vertreter der Parteien einig.
Dass die Anlagenbauer sich gegen eine Beschneidung der Förderung wehren, liegt natürlich auf der Hand, denn ohne die entsprechenden Anreize dürften auch die Aufträge in absehbarer Zeit zurückgehen, was sich am Ende sicher auch bei den Baufinanzierungen bemerkbar macht.
