Immobilienfinanzierung ohne einen Euro

Einige Bauherren in spe schaffen es tatsächlich, ihre Immobilie ohne einen einzigen Euro zu finanzieren. Möglich ist das mit einem Fremdwährungsdarlehen: Dabei nimmt der Antragsteller ein Hypothekendarlehen in einer anderen Währung auf und finanziert damit sein Bau- oder Kaufvorhaben. Aber nur für wenige Häuslebauer macht diese Form der Finanzierung Sinn – schließlich lauern hier einige Risiken, die es zu beachten gilt.

Die meisten Fremdwährungsdarlehen werden in Yen, Dollar, Schweizer Franken oder Britischen Pfund aufgenommen. Auch eine Mischung dieser Währungen ist häufig möglich. Generell unterscheiden sich diese Darlehen in ihrer Struktur nicht von Darlehen in Deutschland. Allerdings haben sie den Vorteil, dass sie oftmals mit sehr günstigen Zinssätzen aufwarten können. Mit etwas Glück können Zinsen in Höhe von 1,8 Prozent fixiert werden – was deutlich niedriger ist als bei deutschen Darlehen und somit zu erheblichen Einsparungen führt. Ein weiteres mögliches Einsparpotenzial liegt in der Währung selbst: Entwickelt sich der Währungskurs zugunsten des Euro, sinkt die Höhe der Verbindlichkeiten in Euro.

Der Währungskurs kann ein Fremdwährungsdarlehen andererseits aber auch deutlich verteuern – dann nämlich, wenn der Euro schwächelt und andere Währungen erstarken. Dann ist es möglich, dass erhebliche Mehrkosten auf den Darlehensnehmer zukommen, zumal viele der Darlehen variabel verzinst sind, was ein weiteres Kostenrisiko bedeutet. Hier hilft nur ein aktives Währungsmanagement, in dessen Rahmen Umschichten vorgenommen werden, sobald sich eine Verschlechterung des Kurses ankündigt. Fremdwährungsdarlehen sind also eher für Zockernaturen geeignet, die über ein hohes Einkommen verfügen und Mehrkosten möglichst problemlos verkraften können.

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