Betrug beim Hausbau

Eigentümer einer Immobilie zu sein, das ist der Traum vieler Menschen auch in Deutschland. Genau diese Tatsache ruft aber auch immer wieder Betrüger auf den Plan, die sich auf Kosten anderer Menschen, die ihr letztes Hemd für ihren Traum geben würden, bereichern wollen. Aktuellstes Beispiel sind die Fälle von Trickbetrügereien, vor denen die Polizei aktuell im Kreis Harburg (Niedersachsen, nahe Hamburg) warnt. Medienberichten zufolge geben sich die Betrüger am Telefon als Freunde oder Verwandte älterer Menschen aus und bitten sie um Geld für einen angeblichen Hauskauf. Dabei wird den Angerufenen offenbar glaubhaft erklärt, dass der Anrufer gerade beim Notar sitzt und zum Abschluss des Kaufvertrages dringend noch Geld benötigt. Ein Helfer, der sich als Notargehilfe ausgibt, holt das Geld in kürzester Zeit ab. Bereits zwei Senioren haben auf diese Weise viel Geld verloren.

Deutlich mehr Betrugsfälle direkt beim Hausbau tauchen immer wieder in Zusammenhang mit Bauunternehmen auf. Immer wieder hört oder liest man von Bauherren, denen von ihrem Bauunternehmen übel mitgespielt wurde. Mal werden wissentlich minderwertigere Materialien als vereinbart verwendet, mal werden Arbeiten nicht fertiggestellt, verzögert oder der Versuch unternommen, Fehler zu verschleiern. Natürlich handelt es sich dabei um Einzelfälle, längst nicht jedes Bauvorhaben ist auch ein potenzieller Betrugsfall. Trotzdem prägen diese Fälle natürlich das Bild, das die Öffentlichkeit von Bauunternehmen und vom Hausbau an sich hat.

Vorbeugen kann man Betrugsfällen nur insofern, dass man bereits im Vorfeld des Vertragsabschlusses darauf achtet, dass alle Absprachen exakt schriftlich fixiert werden und beiden Parteien vorliegen. Treten Zweifel an der Zuverlässigkeit und /oder Ehrlichkeit des beauftragten Unternehmens auf gilt es, schnellstmöglich Mängel zu dokumentieren und bei Betrugsverdacht die Staatsanwaltschaft einzuschalten.

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