Die Finanzierung der eigenen Immobilie ist ein sehr großer und wichtiger Schritt für jeden Bauherrn, der gut geplant sein will. Sehr schnell machen einem sonst Fallstricke zu schaffen, die man mit ausreichend Zeit und professioneller Hilfe hätte umgehen können. Die zehn größten Fallen bei der Baufinanzierung hat kürzlich die Berliner Morgenpost zusammen mit den Finanzexperten der Schwäbisch-Hall zusammengetragen. Wir wollen sie Ihnen in Kürze vorstellen.
Der wohl größte Fehler besteht darin, eine Immobilie mit zu wenig Eigenkapital finanzieren zu wollen. Natürlich bieten einige Banken Vollfinanzierungen an – aber jeder Euro, den man sich mehr leiht, muss finanziert werden und verteuert somit das Darlehen. Am besten fährt, wer etwa ein Drittel der Gesamtkosten durch Eigenmittel bestreiten kann.
Häufig unterschätzen angehende Bauherren auch ihren Kreditbedarf, häufig auch, weil sie Extrakosten und Nebenkosten nicht erkennen oder sogar vergessen. Wer seinen Kreditbedarf unterschätzt, muss in der Regel nachfinanzieren – und das kann teuer werden. Auch die Bedeutung (und Höhe) der laufenden Kosten wird gern falsch eingeschätzt, sodass zum Leben häufig nicht genug übrig bleibt. Sind dann auch nicht ausreichend finanzielle Reserven vorhanden, wird jede Reparatur und jede unvorhergesehene Ausgabe zur Zitterpartie.
Schon beinahe harmlos wirken dagegen Fehler wie die Verwechslung von Nominal- und Effektivzins, eine zu niedrige Tilgung, eine zu hohe monatliche Belastung oder die Überschätzung der Eigenleistung. Aber Vorsicht: Auch diese Fehler können zu großen finanziellen Mehrkosten führen.
Um diesen Finanzfallen zu entgehen schreiben Sie am besten eine Checkliste – und werfen Sie von Zeit zu Zeit auch einen Blick darauf! Nur indem Sie sich darüber im Klaren sind, wo mögliche Fehlerquellen liegen, können Sie vermeiden, entweder viel zu viel für Ihr Darlehen zu bezahlen oder aber in die Schuldenfalle zu geraten.
