Das brauchen Sie für das Bankgespräch

Die derzeitigen Finanzierungsangebote erscheinen für viele Immobilien-Interessenten sehr verlockend: Relativ niedrige Zinsen gepaart mit großzügigen Konditionen rücken das lang ersehnte Eigenheim in greifbare Nähe. Spätestens im Gespräch mit dem Bankberater stellt sich allerdings die große Ernüchterung ein: Die beworbenen Konditionen gelten nur für Interessenten mit hervorragender Bonität, einem vergleichsweise hohen Eigenkapital-Anteil und einem hohen und sicheren Einkommen. Damit zeitnah ermittelt werden kann, welche Konditionen für einen selbst gelten, sollten die wichtigsten Unterlagen bereits zum Gespräch mit dem Bankberater mitgenommen werden. Nur: Was benötigt man dazu eigentlich alles?

Die Finanzierung einer Immobilie ist immer eine sehr individuelle Angelegenheit: Keine Immobilie, kein Grundstück gleicht dem anderen und auch die Einkommens- und Vermögenssituation eines jeden Interessenten liegt anders. So wundert es nicht, dass auch die Finanzierungskonditionen individuell vereinbart werden – angepasst an die Voraussetzungen, Wünsche und Möglichkeiten des Antragstellers. Demzufolge sollten zum Beratungsgespräch alle wichtigen Unterlagen mitgebracht werden, die Aufschluss über Besitzverhältnisse, Vermögenswerte, Einkommen und Kosten geben.

Die meisten Angaben sind in den Papieren enthalten, die man sowieso für den Bauvertrag zusammentragen muss. Wichtig zur Beurteilung des Anliegens ist für die Bank zunächst einmal das Objekt, das es zu finanzieren gilt. Hier werden Lageplan, Baubeschreibung und häufig auch Fotos des Objektes bzw. Grundstücks verlangt. Alle anfallenden Kosten sind in der Regel im Finanzierungsplan des Bauvertrags aufgeführt. Auch der Beleihungswert einer Bestandsimmobilie ist für die Bank von großem Interesse. Daher fordert sie meist einen Grundbuchauszug, die Einheitswert-Beschreibung des Finanzamtes, die Baugenehmigung, die Wohnflächenberechnung sowie eine Brandversicherungspolice.

Auf der anderen Seite müssen Antragsteller Nachweise über ihre Bonität erbringen: Arbeitnehmer müssen Arbeitsvertrag und die letzten Gehaltsabrechnungen vorlegen, Freiberufler ihre Jahresabschlüsse und Einkommensbescheide sowie eine aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung.

Deine Meinung ist uns wichtig

*