Insbesondere in ländlichen Gebieten ist es Gang und Gäbe, dass Bauhelfer den Hausbau unterstützen. Freunde, Verwandte und Bekannte packen mit an, damit der Traum von den eigenen vier Wänden so schnell wie möglich Realität werden kann. Viele Bauherren unterschätzen dabei aber ein großes Risiko: Verletzt sich ein Bauhelfer, können hohe Forderungen entstehen.
Kein Bauherr sollte auf eine Bauhelfer-Unfallversicherung oder zumindest eine private Bauhelferversicherung verzichten. Viele sind der Meinung, ihre Bauherrenhaftpflicht greife auch in Fällen, in denen Bauhelfer verletzt werden. Aber weit gefehlt: Bauherren haben sogar die Pflicht, Bauhelfer bei der Bauberufsgenossenschaft anzumelden – auch wenn der Bauhelfer für seine Mühen keinen Cent sieht. Lediglich Gefälligkeitsarbeiten wie beispielsweise ein sporadischer Transport von Baumaterial müssen nicht angemeldet werden. Bleibt die Meldung aus, droht ein Bußgeld.
Generell haben Bauherren die Wahl zwischen der Bauhelfer-Unfallversicherung der Bauberufsgenossenschaft und einer privaten Bauhelfer-Unfallversicherung. Der Abschluss einer solchen Versicherung entbindet allerdings nicht von der Meldepflicht bei der Genossenschaft. Preislich unterscheiden sich die Versicherungen je nach Anbieter und Region. Durchschnittlich sollte mit Versicherungskosten in Höhe von 1,50 Euro/Stunde (Westen) bzw. 1,20 Euro/Stunde (Osten) pro Person gerechnet werden. Der Vorteil der privaten Bauhelfer-Versicherung: Im Gegensatz zur Versicherung der Genossenschaft kann sich der Bauherr dabei selbst mitversichern. Möglich macht das eine Police ohne Namensnennung: dabei wird lediglich angegeben, wie viele Bauhelfer auf der Baustelle sein werden, namentlich werden sie aber nicht erfasst.
In jedem Fall ist eine Bauhelfer-Versicherung eine sinnvolle Investition die dabei hilft, dass der Bau ohne Bußgeldbescheid und Schmerzensgeldforderungen vonstatten gehen kann.


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