Bauherren, die sich für ein Fertighaus von Kampa entschieden haben, erleben derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Wie bereits berichtet musste das Traditionsunternehmen im März dieses Jahres Insolvenz anmelden. Das sicher geglaubte Aus für Kampa und das Tochterunternehmen Hebel Haus, zumal Gespräche mit 69 potenziellen Investoren im Sande verliefen. Möglicher Weise kann das Unternehmen jetzt aber wieder durchstarten – Totgesagte leben eben länger…
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Für Bauherren, die ein Kampa-Haus bauen wollten, waren die letzten Monate sehr schwer: Zum einen musste ihr Bauunternehmen Insolvenz anmelden, was die Frage nach sich zieht, wie es mit den halbfertigen Kampa-Häusern weitergehen soll. Viele Bauherren haben bereits eine Anzahlung geleistet, können ihr neues Eigenheim aber nicht beziehen – und sitzen im schlimmsten Fall auf der Straße. Zum anderen ist gerade die Anzahlung zum Streitpunkt geworden: Im Fall einer Insolvenz von Bauunternehmen sehen Bauherren ihr Geld in der Regel nicht wieder. Natürlich können Betroffene ihre Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden – sie landen allerdings relativ weit hinten auf der Gläubiger-Liste. Von einer einseitigen Vertragskündigung raten Experten ab: In diesem Fall erhielte Kampa einen Anspruch auf Schadenersatz.
In den letzten Tagen zeichnete sich nun die Wende im Fall Kampa ab: Zunächst einmal kündigte die Exklusiv-HausAG an, mit ehemaligen Kampa-Mitarbeitern die halbfertigen Häuser fertig zu stellen. Für Bauherren bedeutet dies, dass sie sich nicht nach einem neuen Bauunternehmen umsehen müssen, sondern ihr Traumhaus erhalten, für das sie sich ursprünglich entschieden hatten. Zudem hat der ehemalige Kampa-Technik-Vorstand Josef Haas alle notwendigen Lizenzen erworben, um unter dem alten Namen Kampa ein neues Unternehmen aufzubauen.
