Für viele Verbraucher ist das Thema Bankenpleite bereits abgeschrieben und man sieht optimistisch dem hoffentlich bald folgenden wirtschaftlichen Aufschwung entgegen. Möglicher Weise werden sich aber insbesondere auch einige Bauherren noch einmal mit diesem Thema befassen müssen: Zurzeit machen Nachrichten über den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) die Runde, die alles andere als optimistisch klingen. Nicht nur, dass die Münchener generell unter den Turbulenzen auf den Finanzmärkten leidet – sie haben nach Medienberichten nun auch mit Ausfällen bei Baukrediten zu kämpfen. Zwar handele es sich dabei um Darlehen für Gewerbe- und Bürobauten, die Folgen könnten im schlimmsten Fall aber auch private Häuslebauer zu spüren bekommen.
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Schon seit einigen Monaten steht es um die HRE alles andere als gut: Sie gehört nun zu 90 Prozent dem Bund, nachdem dieser mit einer Kapitalspritze in Höhe von rund drei Milliarden Euro ausgeholfen hatte. Mit der Gewährung weiterer Kapitalhilfen, die mit Sicherheit nötig werden, wird der Bund zukünftig auch die restlichen 10 Prozent übernehmen. Zu schaffen machen der HRE derzeit auch unerwartet schlechte Rahmenbedingungen auf dem deutschen Immobilien-Markt. Das Problem: Gerade das Geschäft mit Immobiliendarlehen wollte die HRE zukünftig stärker ausbauen. Die unerwarteten Schwierigkeiten werfen nun Fragen auf, wie sich die Angebote und Konditionen zukünftig gestalten lassen.
Derzeitige HRE-Kunden haben nichts zu befürchten: Die einmal ausgehandelten Konditionen bleiben während der gesamten vereinbarten Laufzeit bestehen – auch aufgrund des staatlichen Schutzschirmes, unter den sich dir HRE gerettet hat. Zukünftigen Bauherren kann nur geraten werden, die aktuelle Tiefzinsphase noch zu nutzen, dabei aber sehr genau zu überprüfen, wie gut die darlehensgebende Bank aufgestellt ist.
