Nicht immer entscheiden sich nur junge Menschen dazu, ein Eigenheim zu kaufen oder zu bauen. Immer mehr Menschen der Generation 40 plus möchten sich jetzt noch ihren Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen. Die Frage ist nur: Gelten für ältere Darlehensnehmer die gleichen Konditionen wie für jüngere?
In punkto Darlehen existieren durchaus Unterschiede in den Konditionen für ältere und jüngere Antragsteller. Von jüngeren Darlehensnehmern nehmen Banken häufig an, dass sie zum einen gesünder als ältere Menschen sind und zum anderen noch längere Zeit im Arbeitsleben stehen werden. Ältere Menschen begreifen Banken meist als Risiko, da sie wahrscheinlich nicht mehr lange im Erwerbsleben stehen, sich ihre Einkünfte dadurch verringern werden und auch die Lebenserwartung nicht mehr so hoch wie bei jungen Menschen ist. Erst seit Kurzem findet man auch vereinzelte attraktivere Darlehensangebote für Senioren und die Generation 40 plus.
Interessant wird es immer dann, wenn ein älterer und ein jüngerer Mensch eine Baufinanzierung realisieren möchten. Dieses Szenario ist gar nicht so weit her geholt: Immer wieder finden sich Paare, die einen nicht unerheblichen Altersunterschied aufweisen – auch wenn der nicht immer so groß ist wie beispielsweise bei Jopi Heesters und seiner 45 Jahre jüngeren Frau. Hier stellt sich dann die Frage, welche Grundvoraussetzungen existieren. Treten beide Partner als Darlehensnehmer auf, dürften kaum Probleme zu erwarten sein, sofern beide Partner ausreichend Geld verdienen. Auch wenn der jüngere Partner als Darlehensnehmer fungiert und über ein zuverlässiges und ausreichend hohes Einkommen verfügt, ist die Konstellation unproblematisch. Probleme könnten allerdings auftreten, wenn der ältere Partner alleinig als Darlehensnehmer auftritt und zudem Hauptverdiener ist. In diesem Fall würden sich die Darlehenskonditionen wahrscheinlich aufgrund des Alters des Darlehensnehmers und seiner (angenommenen) zeitlich begrenzten Erwerbstätigkeit verschlechtern.
